| "Wir
sollten weder alles dem Schicksal überlassen, noch auf unsere
Anstrengungen eingebildet sein.
Das Schicksal wird seinen Lauf nehmen.
Wir sollten nur darauf achten, wo wir eingreifen können oder
wo das sogar unsere Pflicht ist, unabhängig davon, was das
Ergebnis sein wird".
(Mahatma
Gandhi)
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Durch
das Familienstellen und Themenstellen werden tiefe Dynamiken eines
Systems erfahrbar und Probleme, Krankheiten, Unfälle, sowie
Leben und Tod erscheinen eingebunden in ein höheres Ganzes
als "Bewegung der Seele" und "Ordnung der Liebe".
Die
Familie ist ein lebendiges System.
Gibt es in der Herkunftsfamilie schwere Schicksale, kann es sein,
dass Kinder aus Liebe unbewußt etwas für die Eltern tragen.
Diese "systemischen Verstrickungen" können Ursache für
körperliche, seelische Probleme sowie Krankheit oder Unfall
sein. Das von Bert Hellinger weiterentwickelte Familienstellen hilft
diese Verstrickungen aufzuzeigen und zu lösen.
Schwerpunkt
der Familienaufstellungen ist das Annehmen der Eltern.
Die Eltern sind die Quelle des eigenen Lebens. Mein Leben zu nehmen,
setzt voraus, die Eltern zu nehmen, so wie sie sind, ohne Einschränkungen.
Man kann in die eigene Kraft gehen, wenn man ihre Verdienste, ihre
Schuld und ihr Schicksal bei ihnen läßt. Dies zeigt sich
in Familienstellungen als ein elementares Gesetz, jenseits einer
religiösen oder gesellschaftlichen Moral.
In
Aufstellungen werden unterschwellige Dynamiken in einer Familie sichtbar und für die Teilnehmer fühlbar gemacht. Gleichzeitig
werden Lösungen für tiefliegende Probleme aufgezeigt,
ohne bestimmte Vorstellungen einer idealen Beziehung vorzugeben
oder moralisch zu sein.
Es
wird erkennbar, dass Liebe und Freiheit nicht willkürlich,
sondern in eine Ordnung eingebunden zu sein scheinen, die Bert Hellinger "Ordnungen der Liebe" genannt hat.
Dieser Ordnung zuzustimmen, gibt der Liebe eine Chance zu wirken.
Neben der Verbundenheit zu unseren biologischen Wurzeln, werden
mit dieser Arbeit grundlegende Gesetze des Lebens erkennbar.
_Wir erfahren, dass Ordnung und Liebe, Bindung und Freiheit,
Gut und Böse keine Gegensätze sind, sondern sich gegenseitig
bedingen.
_Erfahrbar
wird, wie Opfer sein und Heldentum uns schwächt, hingegen das
Annehmen schwerster Schicksale große Kraft freisetzen kann.
In
dem Zustimmen zu unseren Begrenzungen, Ordnungen und Bindungen entsteht
die Kraft, die uns in unser eigenes Leben gehen läßt.
Methodik
des Familienstellens
Methodik der systemischen Arbeit bei Problemen bzw. Anliegen aus
der Berufs- oder Arbeitswelt oder bei persönlichen Zielen.
Bei den Familienaufstellungen wird unterschieden zwischen Gegenwartssystem
und Herkunftsfamilie.
Darüber
hinaus besteht die Möglichkeit, auch Anliegen aus der Berufs-
und Arbeitswelt, abstrakte Probleme, persönliche Ziele oder
Organisationsprobleme, systemisch darzustellen und zu lösen.
Systemisch
meint, dass wie bei einer Verletzung eines Körperteils der
gesamte Körper, also das gesamte System reagiert, sich um die
verletzte Stelle kümmert und versucht, das Problem zu lösen.
Auf das Familiensystem bezogen, zeigt sich dieses Phänomen
auf eigentümliche Weise.

Wird
ein Mitglied der Familie ausgeschlossen, mißachtet oder vergessen,
folgt ein Nachgeborener (z.B. ein Kind) seinem Schicksal nach, indem
er versucht, Teile des Schicksals oder Gefühle der nichtgeachteten
Person zu übernehmen. So identifizierte oder aus Liebe verbundene
Kinder brauchen die Person nicht zu kennen, mit der sie systemisch
verbunden sind. Folgen solcher unbewußten Verstrickungen können zu sonderbaren Verhaltensmustern oder Krankheiten, Sucht,
Beziehungsproblemen und Todeswünschen führen.
Arbeitsweise
in der Gruppe/Energetisches Feld
Bei den Aufstellungen sucht der/die Aufstellende aus der
Gruppe Personen aus, die für ihn selbst und seine Familienmitglieder
stehen und stellt diese nach seinem inneren Bild oder Gefühl
zueinander im Raum auf.
Der
Therapeut arbeitet mit diesen Stellvertretern solange, bis alle
sich an ihrem gestellten Platz wohlfühlen. Dann wird der/die
Klient/-in an seinen Platz gestellt und kann so das Ganze in sich
aufnehmen.
Beim
Stellen eines persönlichen Problems repräsentieren die
Stellvertreter Teilaspekte des Problems. Auch hier werden die Positionen
der Stellvertreter solange verändert, bis alle an "ihrem
Platz" sind.
In
Systemaufstellungen wirkt ein Energiefeld, das für alle Teilnehmer
erfahrbar wird und das nach bestimmten Ordnungskriterien zu existieren
scheint.
Das energetische Feld wird durch diese Arbeit für systemfremde
Personen als Stellvertreter erfahrbar und kann bereits tiefe Prozesse
bei den Stellvertretern auslösen. Die Stellvertreter in den
einzelnen Rollen scheinen wie auf sonderbare Weise in Kontakt zu
kommen mit Gefühlen, Gedanken und Empfindungen der dargestellten
Personen.
Mit
der im Rahmen der systemischen Familientherapie entwickelten Systemaufstellung
oder Strukturaufstellung lassen sich unbewußt ablaufende Lebensordnungen
z.B. in einem Arbeits- oder Berufssystem lebendig darstellen. So
kann jede Organisation, Verein usw. als ein lebendiges System gesehen
werden, das wie in der Familienaufstellung nach bestimmten Ordnungskriterien
existiert. Nur wenn diese Grundordnungen von jedem Mitglied geachtet
werden, ist das Funktionieren eines Systems, Organisation, Team
oder Gruppe gewährleistet.
Beispiele für solche Grundordnungen sind
_Ziel der Systemerhaltung
_Recht auf Zugehörigkeit
_Ausgleich von Geben und Nehmen
_Vorrang der Leitung
_Vorrang der älteren Personen im System vor den jüngeren
_Prinzip der Vergänglichkeit
Beim
Bearbeiten solcher Strukturprobleme oder Problemen aus der Arbeitswelt
zeigen sich oftmals Verbindungen zu Verstrickungen in der Herkunftsfamilie.
Auch umgekehrt kann die Lösung einer im ersten Moment abstrakten
Problemfrage sehr hilfreich sein für das Familiensystem.
| Eine
ausführliche Literaturliste und Links zu genannten
Themen erfahren Sie in der Praxis. |
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